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Schloss Wolfstein

Das Schloss Wolfstein

Wahrzeichen der Stadt Freyung und „Namensgeber“ der Grundschule Freyung

Eines der wohl bedeutendsten Bauwerke im Landkreis Freyung-Grafenau ist das Schloss Wolfstein in Freyung.

Die Gründung von Schloss Wolfstein (ursprünglich Burg Wolfgerstein) hat höchst wahrscheinlich der Passauer Fürstbischof Wolfger von Erla (ca. 1200) veranlasst, obwohl bisher keinerlei schriftliche Unterlagen darüber vorliegen.

Die Burg diente damals als Wehranlage zur Sicherung der Grenzen des Hochstifts gegen Bayern und Böhmen (Nordgrenze des Abteilandes) sowie zum Schutz der Neusiedlungen und des Goldenen Steiges.

Der Bau steht auf einem nach drei Seiten steil zum umfließenden Saußbach abfallenden Felsvorsprung und war früher durch einen Graben geschützt über den vermutlich eine Zugbrücke führte.

Fürstbischof Georg von Hohenlohe (1390 – 1423) ließ um 1402 die Burganlage verstärken und baute sie von der reinen Wehranlage zum Schloss um.

Schon seit Mitte des 14. Jahrhunderts war die Burg Sitz eines Pflege-richters der Passauer Fürstbischöfe.

Seine heutige Gestalt erhielt Schloss Wolfstein vor allem unter dem baufreudigen Fürstbischof Urban von Trenbach (1561 – 1598) in der Zeit von 1577 bis 1590 (Renaissancestil). Das Wappen des Bischofs mit einer Bauinschrift von 1590 in lateinischer Sprache ist über der Toreinfahrt angebracht.

Damals entstand die langgestreckte Schlossanlage mit dem Umriss eines geknickten Trapezes. Der hohe, zweiflügelige Hauptbau mit dem Tor und ein niedriger, reich gegliederter dreiflügeliger Bau umschließen den un-regelmäßigen Innenhof.

Während der Zeit der Schwedeneinfälle blieb Schloss Wolfstein unversehrt.

Kardinal Leopold Ernst Graf von Firmian (1763 – 1783) sorgte für eine grundlegende Renovierung der Innenräume.

Das Schloss war bis zur Säkularisation 1803 in fürstbischöflichem Besitz und wurde im Jahre 1805 vom fürstbischöflichen Pflegamt zum bayerischen Landgericht.

1862 zog das Königlich-Bayerische Bezirksamt ein.

Ab dem Jahr 1938 nutzte die Verwaltung nach der Bildung des Landkreises Wolfstein die Räumlichkeiten als Dienstgebäude für das Landratsamt.

1963 erwarb der damalige Landkreis Wolfstein die Liegenschaft vom Bayerischen Staat und wurde Eigentümer des Schlosses.

Nach verschiedenen Sanierungsarbeiten zwischen 1963 und 1965 erfolgte eine weitere grundlegende Renovierung in den Jahren 1986 bis 1989.

Seit 1982 beherbergt das Schloss Wolfstein als erste landkreiseigene Kunstsammlung in Bayern die „Galerie Wolfstein“.

Seit 1989 ist auch das Jagd- und Fischereimuseum in den Räumen des Schlosses untergebracht.

Mit einem neuen modernisierten Konzept wurde das Museum unter dem neuen Namen „Jagd, Land, Fluss“ im Oktober 2014 wieder eröffnet.

Das Schloss Wolfstein gilt als Wahrzeichen der Kreisstadt Freyung.

Die Grundschule Freyung trägt seit 1. August 2015 den offiziellen Schulnamen „Grundschule am Schloss Wolfstein Freyung“.

Günter Drachsler, R

Literatur:

Brunner, Gerd, in: Der Landkreis Freyung-Grafenau

Porträt eines Bayerischen Kreises, Freyung 1982, S.230

Paulus, Karl-Heinz, in: Freyung - Porträt einer kleinen Stadt am großen Wald, Freyung 2001, S.490 ff

Internet:

www.freyung-grafenau.de, www.jagd-land-fluss.de, www.regiowiki.pnp.de, www.freyung.de, www.wikipedia.de